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Nr. 9, Ausgabe 3, JSTORNEWS, Oktober 2005

Neuer Export von HTML-Metadaten für Verlage

Unter den teilnehmenden Verlagen von JSTOR gehören viele gelehrte Gesellschaften, kleine unabhängige Verlage und Herausgeber, die Zeitschriften innerhalb ihrer Universitätsfakultäten herausgeben. Diese Organisationen und die dahinter stehenden Personen spielen eine wichtige Rolle in der wissenschaftlichen Forschung und sind oftmals die Kräfte hinter den am häufigsten zitierten Zeitschriften auf ihren Gebieten. Während ihnen das Internet neue Wege zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für ihre Arbeit und zur Ausweitung der Leserschaft und Exposition ihrer Autoren ebnet, kann die optimale Nutzung dieser Technologie erhebliche Zeit, Anstrengungen und Ressourcen in Anspruch nehmen.

Als kleinen Schritt auf dieses Ziel hin entwickelte JSTOR kürzlich einen Weg, mit dem Verlage Forscher in die Lage versetzen können, die Inhaltsverzeichnisse früherer Ausgaben ihrer Zeitschriften auf den Websites ihrer Organisationen zu durchsuchen. Viele zeigen bereits das Inhaltsverzeichnis und die Artikel für ihre aktuellen Ausgaben an, aber nur wenige halten auch vergangenes Material zur Verfügung. Das Zusammentragen und Formatieren der Inhaltsverzeichnisinformationen, die in einigen Fällen mehr als hundert Jahre alt sind, erfordert einen beträchtlichen Arbeitsaufwand. JSTOR verfügt bereits über diese Informationen in Form von Metadaten, und wir sind jetzt in der Lage, diese unseren teilnehmenden Verlagen in einem benutzerfreundlichen HTML-Format zu bieten.

Metadaten sind die bibliographischen Informationen über den Inhalt von Zeitschriften, die von JSTOR während der Digitalisierung erfasst wurden. Diese bibliographischen Informationen stehen auf Zeitschriften-, Ausgaben- und Artikelebene zur Verfügung und umfassen Daten wie Zeitschriftentitel, ISSN, Verlag, Urheberrecht, Band- und Ausgabenummer, Titel des Artikels, Verfasser und SICI-Links (stabile URLs). Traditionell hat JSTOR Metadaten in XML-Format an Verlage exportiert. Um die Metadaten jedoch verwenden zu können, müssen die Verlage erst das XML-Format in ein funktionelles Format umwandeln. Wahlweise können die Metadaten in eine Datenbank geladen oder in HTML zur Anzeige in einem Webbrowser transformiert werden.

Weil manche Verlage nicht über die Kapazität oder das notwendige Fachwissen verfügen, um das XML-Format in ein gebrauchsfähiges Format umzuwandeln, hat JSTOR den HTML-Export entwickelt. Der HTML-Export ist fertig aufbereitet zur Anzeige auf einer Website des Verlags. Er besteht aus einer HTML-Seite mit einer Liste aller Ausgaben ("Zeitschriften-Inhaltsverzeichnis", "Journal TOC") und für jede Ausgabe aus einem vollständigen Inhaltsverzeichnis inklusive stabiler Verknüpfungen auf Artikelebene zu JSTOR ("Ausgabe-Inhaltsverzeichnis", "Issue TOC"). Wir liefern auch ein Cascading Style Sheet, sodass Verlage mit Leichtigkeit die Farbe, Schriftgröße usw. ändern können, ohne den HTML-Code selbst ändern zu müssen.

Diagramm mit Illustration des HTML-Exportvorgangs

Eine Reihe von Verlagen nutzt bereits die Vorteile des neuen HTML-Exportpakets. Zuvor in diesem Jahr machte die American School of Classical Studies at Athens (ASCSA, amerikanische Schule für Altertumswissenschaften in Athen) davon Gebrauch, um das Inhaltsverzeichnis und die Artikelverknüpfungen ihrer Zeitschrift Hesperia auf ihrer Website darzustellen (http://hesperiaonline.org/). Die ASCSA nimmt auch am individuellen Zugriffsprogramm ("Individual Access Program") von JSTOR teil. Dies gestattet individuellen Abonnenten von Hesperia, den Verknüpfungen zu folgen und mit ihrem JSTOR-Benutzernamen und Passwort auf die Volltextartikel zuzugreifen. Benutzer in JSTOR-teilnehmenden Institutionen, die den Verknüpfungen begegnen, haben ebenfalls Zugang zu den Artikeln. Charles Watkinson, Direktor für Publikationen an der ASCSA, beschreibt, wie der HTML-Export von JSTOR Vorteile für seine Leser bringt:

"Die Leser unserer Zeitschrift haben uns berichtet, dass sie oftmals genau, oder fast genau, wissen, welche Ausgabe sie benötigen, um eine Referenz zu finden. Das bedeutet, dass sie lieber ein Inhaltsverzeichnis durchforsten, als eine Suche vorzunehmen, und sie wollen die Informationen schnell erreichen können. Mithilfe des JSTOR-Metadatenexports sind wir in der Lage, die Forderungen unser Benutzer rasch zu erfüllen. Mit den bequemen HTML-Dateien von JSTOR dauerte es nur Minuten anstelle von Stunden, um ein professionell aussehendes Inhaltsverzeichnis zu erstellen und auf www.hesperiaonline.org bereitzustellen. Und jetzt, wo es zur Verfügung steht, kommen unsere Leser wiederholt auf die Zeitschriften-Website zurück."

JSTOR freut sich, unseren teilnehmenden Verlagen die Metadaten für ihre digitalisierten Zeitschriften anzubieten. Sollte der HTML- oder XML-Export für Sie von Interesse sein, wenden Sie sich bitte an die Verlagskontaktabteilung von JSTOR unter pr@jstor.org.


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