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Diesen Monat brachte JSTOR eine "aktualisierte" Version der archivierten früheren Ausgaben von Science heraus. Erstmalig von JSTOR 1999 in ein elektronisches Format umgewandelt, gehört Science zu den umfangreichsten und komplexeren Zeitschriften, die jemals von JSTOR digitalisiert und archiviert worden sind. Die Freigabe der neuen Version ist eines der ersten sichtbaren Arbeitsprodukte unserer umfangreichen retrospektiven Konvertierungsinitiativen – eine Reihe von Bemühungen, um Zeitschriften unseren aktuellen Spezifikationen entsprechend aufzubereiten.
Science begann 1880 und hat in über 120 Jahren mehr als 380.000 Seiten veröffentlicht. Die erste Aufgabe in dem Retroprojekt war ein kühnes Unterfangen – die Papierausgaben von Science, die JSTOR ursprünglich gescannt hatte, hatte man leihweise erhalten und wurden nach der Digitalisierung wieder an ihre Eigentümer zurückgegeben, sodass JSTOR diese erneut beschaffen musste. Dies nahm mehr als ein Jahr in Anspruch und die Bände kamen von Dutzenden von Quellen. Sobald ein vollständiger Satz von Bänden vorhanden war, deckte eine gründliche Durchsicht einige geringfügige Unterschiede zwischen den ursprünglich digitalisierten Bänden und dem neu zusammengetragenen Satz auf. Diskrepanzen traten hauptsächlich in Werbeseiten auf, die in einzelnen Fällen von den Bibliotheken in den aufbewahrten Bänden entfernt worden waren. Jede Diskrepanz wurde analysiert, dokumentiert und aufgelöst.
Die Bände wurden dann zusammen mit detaillierten Anweisungen, die von JSTOR erstellt worden waren, an unseren Scan-Partner gesandt. Dessen Aktivitäten konzentrierten sich hauptsächlich auf die zusätzlichen Arbeiten des Image Compositing, der Unicode-Codierung, ASCII-Transliteration und Erfassung der Abbildungstitel. [Eine Erläuterung dieser Aufgabenbegriffe finden Sie unter: http://www.jstor.org/news/2005.03/retro.html.] Jeder Titel, jeder Verfassername und jede Kurzfassung wurde auf Nicht-ASCII-Zeichen, wie beispielsweise Arabisch oder Griechisch, untersucht, die dann entsprechend anerkannten Standards mittels Unicode codiert und transliteriert wurden. Jede Seite wurde auf potenzielle Bild- und Bildunterschrifteninformationen hin kontrolliert. Insgesamt wurden 153.930 Grauskala- und Farbillustrationen im TIFF-Format neu gescannt und für das Image Compositing aufbereitet. JSTOR arbeitete während des gesamten Prozesses eng mit unserem Partner zusammen und die an JSTOR zurückgelieferten Daten wurden einer gründlichen Durchsicht und Qualitätskontrolle unterzogen.
Nachdem die Daten zur Verfügung standen, sahen wir uns mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: dem Austauschen des bereits freigegebenen Materials, das sich laufend im Gebrauch durch Forscher und Studenten befand. Gemeinsam mit unserem Produktionsteam stellten wir sicher, dass es keine Unterbrechung oder Verzögerung in unseren Dienstleistungen gab. Durch eine modifizierte Version unseres normalen Datenfreigabeprozesses fügten wir die neuen Daten nahtlos hinzu. Forscher und Studenten konnten auf den alten Inhalt bis genau zu dem Augenblick zugreifen, in dem er durch den neuen, aufbereiteten Inhalt ersetzt wurde, ohne jegliche Lücken oder Verzögerungen.
Wir sind hoch erfreut, Ihnen Science erneut vorzustellen, und hoffen, dass Sie einen frischen Blick darauf werfen werden. Im September wurden außerdem "aktualisierte" Versionen von sechzehn Titeln aus dem Bereich Sprache und Literatur ("Language & Literature") ohne Unterbrechung in das Archiv aufgenommen. Eine dieser Zeitschriften, Shakespeare Quarterly, enthält aufbereitete Illustrationen aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert, einschließlich des ersten amerikanischen Stichs von Shakespeare aus dem Jahre 1787 (Band 12, Nr. 2, Frühjahr 1961).
Die Arbeit an diesen Titeln hat sich als wertvolles Versuchsterrain für die Entwicklung der Prozesse und Werkzeuge erwiesen, die zur Durchführung eines kontinuierlichen Arbeitsflusses von Retroprojekten erforderlich sind. Diese Aktivität ist wichtig, um sicherzustellen, dass das zwanzig Millionen Seiten umfassende Archiv mit neuen Standards zur Erhaltung, Datenerfassung und Online-Bereitstellung Schritt hält, und wir freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren laufend neue Titel vorstellen zu können.
©2000-2007 JSTOR